Basis­information

XYLAZIN 20 mg/ml

Injektionslösung für Pferde, Rinder, Hunde, Katzen

ZUSAMMENSETZUNG DES ARZNEIMITTELS:

1 ml enthält:

Wirkstoff:
Xylazinhydrochlorid
23,27 mg (entsprechend 20 mg Xylazin)
Sonstige Bestandteile:
Qualitative Zusammensetzung sonstiger Bestandteile und anderer Bestandteile
Methyl-4-hydroxybenzoat
Natriumchlorid
Natriumhydrogencarbonat
Wasser für Injektionszwecke

ANWENDUNGSGEBIETE:
Pferd:

  • Zur Sedierung und Muskelrelaxation bei kleinen Eingriffen.
  • In Kombination mit anderen Substanzen zur Analgesie und Anästhesie.

Rind:

  • Zur Sedierung, Muskelrelaxation und Analgesie bei kleinen Eingriffen.
  • In Kombination mit anderen Substanzen zur Anästhesie.

Hund, Katze:

  • Zur Sedierung für Untersuchungen (z. B. Rektaluntersuchungen, Röntgenuntersuchungen) und für Behandlungen (z.B. kleine chirurgische Eingriffe, Behandlungen an Augen, Ohren, Zitzen, Penis usw.)
  • In Kombination mit anderen Substanzen zur Analgesie, Anästhesie und Muskelrelaxation.

GEGENANZEIGEN:
Pferd, Rind, Hund, Katze:

  • Lungen- und Herzerkrankungen, insbesondere ventrikuläre Arrhythmien
  • eingeschränkte Leber- und Nierenfunktion
  • Anwendung in Verbindung mit sympathomimetischen Arzneimitteln wie Epinephrin
  • Krampfneigung
  • Hypotension, Schock
  • Verdacht auf Schlundverstopfung
  • Magendrehung

Hund, Katze:

  • Diabetes mellitus

Xylazin sollte, insbesondere beim Rind, im letzten Drittel der Trächtigkeit nicht zur Anwendung kommen.
Nicht bei Stuten anwenden, deren Milch für den menschlichen Verzehr vorgesehen ist.

NEBENWIRKUNGEN:
Pferd, Rind:

Sehr selten (
  • Beim Rind: vermehrte Salivation, Tympanie
Unbestimmte Häufigkeit:
  • Uteruskontraktionen
  • Reversibler Penisvorfall
  • Beim Rind: Hemmung der Pansenmotilität, Zungenlähmung, Regurgitation
Pferd, Rind, Hund, Katze:
Häufig (1 bis 10 Tiere / 100 behandelte Tiere):
  • Bei Hund und Katze: Erbrechen
Sehr selten (
  • Atemdepression bis zum Atemstillstand 1
  • Blutdruckabfall nach einem initialen Blutdruckanstieg
  • Bradykardie
  • Herzrhythmusstörungen
  • Paradoxe Erregungserscheinungen
Unbestimmte Häufigkeit:
  • Hemmung der Temperaturregulation mit Abfall der Körpertemperatur; beim Rind erst nach einem Temperaturanstieg
  • Hyperglykämie und Polyurie
  • Reversible lokale Gewebsirritationen
1 insbesondere bei der Katze

Pferd:

Sehr selten (
Nach der Anwendung von α2-sympathomimetisch wirksamen Substanzen kann es zu milden Kolikerscheinungen kommen, da die Darmmotorik durch die Wirkstoffe dieser Substanzklasse vorübergehend gehemmt wird. 2

2 Zur Vorbeugung sollten Pferde nach der Sedation kein Futter aufnehmen, bevor die Wirkung vollständig abgeklungen ist.

WARTEZEIT:

Rind: Essbare Gewebe: 1 Tag
Milch: 0 Tage
Pferd: Essbare Gewebe: 1 Tag

Nicht bei Stuten anwenden, deren Milch für den menschlichen Verzehr vorgesehen ist.

Verschreibungspflichtig.

PHARMAZEUTISCHER UNTERNEHMER:
Serumwerk Bernburg AG
Hallesche Landstraße 105b
06406 Bernburg

Stand: 24.08.2022