Basisinformation:

Hefro trim 215,8 mg/ml + 40 mg/ml Injektionslösung für Rinder und Schweine

ZUSAMMENSETZUNG DES ARZNEIMITTELS:
1 ml enthält:

Wirkstoff(e):
Sulfadimidin-Natrium 215,8 mg
Trimethoprim 40,0 mg

Sonstige Bestandteile:

Qualitative Zusammensetzung sonstiger Bestandteile und anderer Bestandteile Quantitative Zusammensetzung, falls diese Information für die ordnungsgemäße Verabreichung des Tierarzneimittels wesentlich ist
Benzylalkohol 20,0 mg
N-Methylpyrrolidon 580,0 mg
Wasser für Injektionszwecke
Salzsäure 10 %ig

Klare, leicht gelbe Lösung.

ANWENDUNGSGEBIETE:
Bei Rindern, Kälbern, Schweinen, Ferkeln, Läufern zur Behandlung von Infektionserkrankungen im frühen Stadium der Infektion, die durch Sulfadimidin- und Trimethoprim-empfindliche Erreger hervorgerufen sind:
Infektionen der Atemwege und Lungen, des Magen-Darm-Kanals und des Harn- und Geschlechtsapparates.
Bakterielle Sekundärinfektionen bei und nach Viruserkrankungen, besonders des Respirationssystems und des Magen-Darm-Kanals, Wund- und Nabelinfektionen, Infektionen der Klauen (Panaritium, Kronsaumphlegmone).

Die Anwendung des Tierarzneimittels sollte unter Berücksichtigung eines Antibiogramms erfolgen.

GEGENANZEIGEN:

Nicht anwenden bei:

  • Überempfindlichkeit gegen Sulfonamide oder Trimethoprim, den Hilfsstoff oder einen der sonstigen Bestandteile,
  • Resistenzen gegen Sulfonamide oder Trimethoprim,
  • schweren Leber- und Nierenfunktionsstörungen,
  • Schädigungen des hämatopoetischen Systems,
  • Krankheiten, die mit verminderter Flüssigkeitsaufnahme bzw. Flüssigkeitsverlust einhergehen,
  • vorausgegangener oder gleichzeitiger Applikation von zentralnervös wirksamen Substanzen (z.B. Anästhetika, Neuroleptika).

 

NEBENWIRKUNGEN:

Rind, Schwein:

Unbestimmte Häufigkeit (kann auf Basis der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden) Hämorrhagisches Syndrom1
Leberschädigung
Nierenschädigung, Hämaturie, Kristallurie,
Nierenkolik,
Pollakisurie
Inappetenz
Allergische Reaktion
Blutbildveränderung

Beim Auftreten o.g. Nebenwirkungen ist ein sofortiges Absetzen des Tierarzneimittels erforderlich.

1 beschrieben bei Schweinen (Jungtieren) bei länger dauernder Behandlung (auch mit Dosierungen unter 50 mg/kg KGW) mit Todesfällen. Die Behandlung ist daher auf die vorgeschriebene Dauer zu begrenzen. Nach bisherigen Erkenntnissen kann bei Schweinen eine Vitamin K-Substitution das Risiko des Auftretens eines hämorrhagischen Syndroms vermindern. Einstreulose Haltung stellt infolge verminderter Möglichkeit zur Koprophagie und damit fehlender Aufnahme von Vitamin K einen prädisponierenden Faktor dar.

Gegenmaßnahmen:
Bei Hinweisen auf Nierenschädigung: Flüssigkeitszufuhr und Harnalkalisierung.
Bei anaphylaktischem Schock: Epinephrin (Adrenalin) und Glukokortikoide.
Bei allergischen Hautreaktionen: Antihistaminika und/oder Glukokortikoide.

WARTEZEIT:

Schwein:
(essbare Gewebe) 10 Tage

Rind:
(essbare Gewebe) 12 Tage
Milch (Rind) 5 Tage

Verschreibungspflichtig.

PHARMAZEUTISCHER UNTERNEHMER:
Alivira Animal Health Limited

Mitvertrieb:
Serumwerk Bernburg AG
Hallesche Landstraße 105 b
06406 Bernburg

Stand: 29.12.2025